Die graue Jacke

Du hattest auch so eine graue Jacke
ganz schlicht
ganz einfach
so weich
Du hast sie mir einmal geliehen
als mir kalt war
Du hast sie mir angeboten, ich habe angenommen
dankbar
Die Jacke war warm
von deinem Körper
sie roch gut
dein Geruch
und sie gab mir Geborgenheit
wie deine Umarmung

Später, als du sie einmal auf einen Stuhl abgelegt hast
hab ich sie verstohlen gestreichelt
und danach an meinen Fingerspitzen gerochen

Viel später, als ich mich verlassen fühlte
allein
einsam
verloren
sah ich in der Küche genau so eine graue Jacke hängen
ganz schlicht
ganz einfach
so weich
Ich hab mich in sie gekuschelt
sie hat mich gewärmt
sie hat mich umfangen
fast wie eine Umarmung
Aber dein Geruch fehlt.

Dieses Gedicht ist schon etwas älter, aber trotzdem ruft es in mir immer noch das Bild dieser grauen Jacke hervor und da ich heute meine eigene graue Jacke mal wieder getragen habe, passt es irgendwie.

This poem is already a little older, but I still see the gray jacket in front of my inner eye when reading it.

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