Jemand wie ich

Ich bin jemand wie ich
Ein Mensch unter Menschen
Eines von vielen Leben
Einer von vielen Wegen
Eine von vielen Welten
Ich bin jemand wie ich
Ein Mensch mit Menschen
Ein Teil des Ganzen
Ein Glied in der Kette
Eine Hand im Kreis
Ich bin jemand wie ich
Ein Mensch nur wie ich
Ein Baum im Wind
Eine Insel im Meer
Ein Schatten im Licht
Ich bin jemand wie ich

Die Entstehungsgeschichte dieses Gedichts ist ein wenig seltsam. Auf Skype gibt es neue Emoticons und einer heißt „Someone like you“. Ich habe ihn jemanden geschickt und als Antwort die deutsche Übersetzung „jemand wie ich“ bekommen. Ich finde, das klingt ganz anders und viel geheimnisvoller und gleichzeitig offener und sachlicher. Irgendwie wurde da draus ein Gedicht.

The story behind this poem is a little bit strange. There are new Emojis on Skype and one is called „Someone like you“. I sent it to someone and got the German translation „Jemand wie ich“ as an answer. You will notice that this is also the title of the poem. I just felt like the German version sounded so different, somehow more mysterious and at the same time more open and factual.

Advertisements

Wie Fußspuren

Erinnerungen sind
wie Fußspuren im Schnee oder Sand
irgendwann kommt der Wind
streicht sachte drüber wie eine Hand.
Und verweht.

Doch Erinnerungen sind
hartnäckiger als Fußspuren im Sand
doch irgendwann kommt ein Kind
holt sie hervor hinter ihrer Wand.
Und heilt.

 

sand-937387_1280

 

Ich habe ein kleines schlechtes Gewissen, das an mir nagt, weil ich nicht mehr so viel schreibe, aber zur Zeit habe ich ja sogar eine Ausrede. Ein Universitätsprojekt will bald abgegeben werden und nebenher mache ich ein Praktikum in einer anderen Stadt. Ich schreibe, aber nichts, was ich veröffentlichen will. Deswegen jetzt ein älteres Gedicht, inspiririert wieder einmal von einem meiner Lieblingsbücher „Zähl nicht die Stunden bis zur Ewigkeit“ von Danny Scheinmann.

There’s this tiny voice called guilty conscience in my head, which is telling me to write more, but at the time I even have an explanation for not doing so. A project for university is in its end-phase and at the same time, I’m working doing an internship in another city. I write, but not things I want to present here. So here’s an older poem, inspiration came once again from one of my favorite books „Random Acts of Heroic Love“, by Danny Scheinmann.