weiß-schwarz

Der Anfang ist weiß
und nicht schwarz.
Doch woher weißt du das?
Hast du das Universum gefragt?
Bist du dir unausweichlich sicher?
Ein weißes Blatt Papier und keine Farben?
Oder ein schwarzer Himmel ohne Lichter?
Nichts oder nachts oder beides das Gleiche?
Die Antwort liegt hinter der Heizung
ewiger Winter im Dunkeln
nur Fußabdrücke unter mir im Schnee
und schwarz ist das Ende!

Ein Papierflieger, zwei Stichworte, Kuriositätensammlungen, Albernheiten und Gelächter begleiteten die Entstehung dieses Gedichts.

A paper airplane, two key words, storms of words, silliness and laughter accompanied the birth of this poem.

heat

Summer haze on train tracks
melting time and distance into one
thin line disappearing
on the horizon
lost in the heat radiating
off the sky
losing focus through clear blue
brightness – summer heat

 

Don’t be mistaken, it is cold here, too, we’ve even had some snow recently. But I bike over a bridge which crosses the train tracks every morning, and remembered the summer fuzzing up the air above them.

Keine Sorge, hier hat der Klimawandel noch nicht völlig überhand genommen, es ist kalt und wir hatten sogar schon ein wenig Schnee. Aber ich radle jeden Morgen über eine Brücke unter der die Schienen verlaufen und da hat mich der Frühnebel der die Entfernung verschwimmen ließ eben an die Sommernhitze erinnert, die mehr oder weniger den gleichen Effekt hat.

Watching

She is watching
as Darkness descends,
ushering shadows forward faster.
Watching as Sunlight bids farewell
clinging to low clouds longest
before dropping beneath the roofs.
Now light only seeps
through curtains and shutters.
She watches the shadows
grow and decline
as people walk by
watches the stars clear clouds
watches the wind blow the last leaves
off the trees
watches and waits.

I’m sitting by the window with the day’s work done and time to just ponder. A piece of bright quiet time, a reflection in a clear pond, just for myself.
Ich sitze neben einem Fenster, das, was ich mir für heute vorgenommen hatte ist geschafft und jetzt habe ich endlich mal wieder einem Moment mit Nicht zu tun, außer den Einbruch der Dunkelheit zu beobachten…

Auf der Straße

Kaltes Licht auf harten Wörtern
friert inmitten kalten Rauchs
Warmes Licht aus weichen Worten
taut mich auf mit warmem Hauch
Nicht mehr ganz allein hier draußen
in Gedanken sind wir zwei
Sterne glänzen durch den Nebel
Lichter blenden, fahrn vorbei
Dunkelheit senkt ihren Schleier,
weißer Schimmer hier und da
Ein Fenster winkt und heißt willkommen,
sodass die Nacht vergessen war.

Wieder mal ein Kollaborationsgedicht – Danke für deine Mithilfe! (Du weißt schon, wer du bist. ;) ) Als ich heut Abend an der Bushaltestelle gewartet habe, haben sich zwei Mädels neben mir so richtig angezofft und ich wollte mich wohl geistig davon abstrahieren.

Once again a piece of more than one person… thanks for helping! While I was waiting for the bus this evening, two girls were really bitching next to me and I was probably trying to keep it from getting too close.