Zwei Zuhause

Hier ist es Nacht
um 11
Straßenlaternen zeigen die Wege,
aber Menschen zeigen sich nicht
Fenster sind dunkel, leer, verschlossen
mit Jalousien verbarrikadiert.
Von meinem hellen Fenster aus
überblicke ich Häuser und Straßen
Man könnte gehen
diese Straßen sich zu eigen machen
– meine Straßen –
Schritte hallen seltsam auf ihnen
zwischen den schlafenden Fenstern

Hier ist es warm
um 11
Fenster blicken wie goldene Augen,
deren Lichtschein mir zuwinkt,
verteilt in unüberblickbarem Muster
und Menschen bewegen sich in ihnen
wie Pupillen
Von meinem dunklen Fenster aus
– dunkel damit ich die Nacht erkenne –
sehe ich Fenster wie meins
und Menschen wie mich
und ein Stück vom Nachthimmel
Man könnte sich ins Gras legen und fühlen
Geborgenheit zwischen den Fensteraugen
und Freiheit in den Nachthimmel hinaus

 

Ich besuche meine Familie regelmäßig, aber in meiner WG fühle ich mich auch sehr heimisch. Trotzdem unterscheiden sich die Nachtstimmungen erheblich. An einem Ort bin ich die letzte die schlafen geht, durch die Stille. Am anderen Ort, eher selten.

I visit my family regularly, but I feel very at home in my shared flat, too. Nevertheless, both are different, especially when it comes to how they feel at night. At one place, I tend to be the last one going to sleep, at the other, that is usually not the case, just because there are so many people in the windows around me.

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