Schwebe

schwerelos
kleine Blätter treiben über den Himmel
flaschenunergründlich leichtet die Dämmerung daraus
rosa-orange wie nur sie es kann
still
nur Abendläuten vom anderen Ufer
der Tag löst sich in winzige Wellen auf
selbst das Hintergrundrauschen verstummt
zauberhaft
zarte silberne Fische huschen unter der Oberfläche dahin
meine Hände schweben im Dämmerlicht dazwischen
die Zeit steht still, dem wohnt ein Zauber inne
gedämpft
warme Luft perlt an mir ab und hüllt mich ein
steigt um mich herum vom Boden auf
und lässt den Traum nur langsam los
lebendig

swimming

 

Heute war ich relativ spontan im Fluss schwimmen, allein. Ich bin weiter als zuvor geschwommen mit dem Abendläuten wieder am Strand angekommen und habe ausgeharrt, bis die Glocken ausgeklungen waren, bevor ich nochmal ein Stück flussaufwärts geschwommen bin. Es war wunderschön! Danach war ich irgendwie in einer anderen Welt und wäre einmal fast in einen Laternenpfahl gefahren mit dem Fahrrad auf dem Rückweg.
Noch eine Anmerkung: Ein Teil des 12. Verses ist aus Hesses „Stufen“, auch wenn dessen Inhalt meinem fast entgegengesetzt ist.

Actually I had had other plans, but then I decided spontaneously to go swimming in the river and had a magical time. I felt like I was the only person, even though there were many others at the beach. I swam upstream as far as never before, then arrived back at the beach just in time for the evening bells. I stood still until they stopped ringing, then swam some more before biking home with my head in the clouds – another world entirely.

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