Sternenregen

Es regnet Sterne
kalte kleine Universen
unsichtbar in der Dunkelheit
spüre ich sie trotzdem auf der Stirn
Im Scheinwerferlicht leuchten sie
ein letztes Mal auf
um dann mit der Nacht zu schmelzen.

 

Heute hat es zum ersten Mal in dieser Saison mehr als nur geschnieselt und ich bin durch den leichten Schneefall nach Hause geradelt.

First snow – always a beautiful moment. I biked home through it tonight.

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Sie wartet

Sie wartet auf die Ewigkeit
ein kleines Stück, von Zeit zu Zeit
durchwachte Nächte, durchwachte Tage
schlaflos halten sie sich die Waage
Denn wer schläft, verpasst die Ewigkeit
verpasst das Licht mit Augen weit
Die Jahre verblasen sich im Wind
nur noch verblasste Erinnerungen, wie es war als Kind
Zusammen lachen, damals war sie nicht allein
nur wartet sie nur noch es nicht mehr zu sein
Damals war sie eine von vielen
Dann viel alleine, während Blätter fielen,
dann Schneeflocken, dann Pollen
Sie weiß nicht, wie lang schon die vollen
Monde sich runden, dann wieder verschwinden
im Kreis sich drehen ohne Ruhe zu finden
wie sie.    Stillstand mit nur einem Ziel
der Ewigkeit.

 

Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam, aber an dieser Stelle danke an meinen Schreibpartner fürs mitmachen.

I’m not quite sure, what was the inspiration for this… Maybe the mood…

Golden Autumn Days

On a day like this
the sun truly smiles at me
winks and watches me dance
with the golden leaves on the sidewalks
Her companion has dressed in his periwinkle best
to honor my happiness,
Their children are playing a game
of hide and seek
where I won’t be the one to find them,
and the earth seems to remember the summer
one more time

 

This was written about a month ago, when summer had its last great upheaving.

Dieses Gedicht ist vor etwa einem Monat entstanden, als der Sommer noch ein letztes Mal gegen den Herbst und Winter aufbegehrt hat.

Tugenden

Man fängt mit großen Plänen an
und scheitert wiederholt daran
Die größten Träume? Unerreichbar?!
Wann werden schon mal Wünsche wahr?
Der größte Berg und man steht unten
besteigen oder sogar nur umrunden
erscheint beinahe aussichtslos
bis man erkennt es sind auch bloß
Die kleinsten Schritte bis nach droben,
zwar viele, doch nicht unbegrenzt nach oben
Mit Durchhaltevermögen und Pflichtgefühl
etwas Hingabe hilft auch viel
ist man dem Gipfel bald schon näher
und manchmal später, manchmal eher
ist das Ziel nicht mehr weit voraus
man erreicht es und sieht vom Gipfel aus
die Sonne aufgehen.

 

Ich belege gerade ein Seminar zur Informationsphilosphie – eigentlich geht es aber um Ethik. Es gibt so viel zu bedenken, um ethisch handeln zu können, aber irgendwie hat doch wieder meine optimistische Seite die Oberhand bekommen. Wenn man es nicht versucht, dann kann man nur scheitern.

I am currently attending a seminar, where we talk about ethics for software engineers. There is so much you have to think about when trying to act ethically. In the end, the optimist in me contributed to this poem though. If you don’t try, you can’t succeed.

Fernweh

Fernweh
– es wirkt so leicht
                    so unüberlegt
                              so frei
ich weiß, es war oft anstrengend
   verplante Wochen bis zum Schluss
      und ich hing immer an daheim
Und trotzdem: Fernweh
Wann war ich zuletzt so braun gebrannt?
                                            so sonnendurchtränkt?
                                                      so windzerblasen?
Träume und Erinnerungen bleiben Träume.
Unvorstellbar:
Jetzt alleine los zu ziehen…
Und doch: In diesem Moment
würde ich die Zeit zurückdrehen.

 

 

Lang, lang ists her. Sowohl die Reise, auf die dieses Gedicht Bezug nimmt, als auch das letzte Mal, dass ich regelmäßig Gedichte veröffentlicht habe. Irgendwie scheint es bei diesem Blog eine Sommerpause zu geben, doch jetzt ist es Herbst geworden. Ich werde mich bemühen, ab jetzt wieder etwas regelmäßiger zu schreiben.

What a long time ago. It seems to have been ages ago: both the travels which I reminisce about in this poem, and the last time I’ve regularly updated this blog. I seem to have taken a sort of summer-vacation from poetry, but now it’s definitely autumn. I’ll try for a bit more routine in the next few weeks.