NaPoWriMo 25: Personal Instructions

For beginners

Speak.
Listen.
Don’t leave the car running for too long.
Biking makes subject happy,
so does dancing.
Separate the trash.
Compliments make subject smile, if they are true.

For those willing to venture farther on

Don’t leave alone for too long:
Subject might not eat enough,
become glued to laptop,
and ultimately turn into a workaholic nerd.
Don’t let subject do all the work alone,
even if subject deems this one of:
easier, faster, better, more convenient.
Write, write, write, write, write,
and listen, and sing.
Speak from the depth of your soul,
but be aware:
subject will do the same.
Smell is magical. Music helps,
but don’t talk about it,
let it happen.
Nurture with smiles, hugs, and plenty
of fine food.

Don’t worry about instructions,
follow your heart!

Today Maureen invited us to write a warning label for ourselves . Mine turned out to be more of a set of instructions. Funnily enough, I’ve been asked about instructions for myself in the past, but back then, I put it off, as too difficult. Actually, these should suffice for most situations.

Heute wurden wir dazu eingeladen, einen Warnhinweis für uns selbst zu schreiben. Meiner wurde eher wie die Anleitung, die ich schon längst mal schreiben wollte. Damals dachte ich, es wäre zu kompliziert und habe abgelehnt, aber eigentlich sollte die hier für die meisten Situationen ausreichen.

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NaPoWriMo 24: Cut

They were there
growing with me
Those lowest tips
accompanied me on my travels
tangled in the wind
of many lands
crumpled on backseats
got wet from the waters
rain, two oceans, and some lakes.

They were there
loving with me
tickling your face,
hiding mine, allowing
me to peek out from behind
a curtain,
twirling around my finger –
trying to be seductive,
slipping between our lips
in untimely moments

They were there
living with me
moving serenely over the dance floor
pinned up – they were elegance
bobbing on ambitious and lazy mornings at home
in pigtails and bunches – they were convenience
filling up that space between my neck and the pillow
plaited – they were sleep
a halo around my head in the sunshine
open in all directions – they were free

Then they fell,
scissors snipped cold
against my neck
and they fell
tickling my back
as they went
light-headed now
I bounce, I go
and they will grow

 

Maureen’s prompt for today was to write an elegy with hope in it. This, the result, is not to be taken totally seriously. Yes, I did cut my hair by about 20 – 25 cm, yes I was a little scared how it would turn out, and yes, also a little sad, but most of all, I wanted a change, and it does feel light and summery now.

Eigentlich sollten wir heute eine Elegie schreiben, mit einem hoffnungsvollen Ende. Meine ist nicht ganz so ernsthaft geworden. Also, ja ich habe meine Haare schneiden lassen und zwar um ein ganz schönes Stück und ja, es ist noch ein bisschen ungewohnt und ja, ich bin auch ein bisschen traurig, aber hauptsächlich wollte ich mal wieder Abwechslung und gerade jetzt, wo es so warm wird, tut ein bisschen mehr Luft im Nacken gut.

Quiet

The streets are empty – quiet
an erie, almost silent quiet
in the eye of a storm, though it’s late afternoon.

A female duck is lying on the street,
neck arched swanfully backwards
Three male ducks are clustering in a heap:
One at her feet, one at her neverflying wings
One at her head: nudging it back –
that’s what he hopes. I pedal past

through empty quiet streets, straight on.
I wait in a quiet room, writing,
while someone tries to cut a part of themself away

 

After the sound comes the silence. This poem just sort of happened on my way to watch a movie.

Nach Geräuschen kommt Stille. Dieses Gedicht ist mir auf dem Weg zum Kino passiert.

NaPoWriMo 20: Man muss auch mal rebellisch sein

Man denkt so oft ich bin zu klein,
muss man nicht groß und wichtig sein
auch Macht haben um Dinge zu wandeln
mal nicht zu warten, sondern zu handeln?
Rebellisch sein ist doch ganz leicht –
sein muss es, damit man was erreicht!

 

Heute sollten wir auf irgendeine Weise Rebellion in unsere Gedichte einbauen. Die jeweils ersten Wörter der Verse ergeben von oben nach unten glesen den Titel des Gedichts, der auch zugleich der Satz ist, den ich in Situationen der kleinen alltäglichen Rebellion gebrauche. Oft leicht ironisch, denn eigentlich halte ich mich an Regeln. Meine Rebellion ist dann sowas wie etwas wie noch 5 Minuten länger Pause zu machen, statt direkt zurück in den Kurs zu gehen.

Today’s prompt was to incorporate rebellion into our poetry in some way. The first words of each verse make up a German phrase meaning aproximately „Sometimes you have to be rebellious“. It’s the phrase I use in situations of my small personal rebellion. It’s also kind of ironic, because I am actually more of a rule person, so my rebellion might be something like making the break 5 minutes longer instead of going straight back to class.

NaPoWriMo 17: Family

What has stuck with me
over time, is family

There’s not the one
episode, that can be told
tale that will be spun
until we are old
There’s memories
to fill books and minds
of difficulties
and also happy kinds.

What has stuck with me
over distance, is family

Even though we are
moving away from each-other,
family is not far
In times of need, we gather.
I know I’m not alone
You’ll be there in some
way, a call on the phone
you’ll write or you’ll come.

What will stick with me
is family

 

Today’s prompt at NaPoWriMo.net was to write about a family anecdote. I’m generally not good at choosing, and I couldn’t decide on one, so I guess this is just what happened.

Heute war als Anregung gegeben, eine Familienanekdote poetisch zu verarbeiten. Ich konnte mich aber nicht entscheiden, denn mir sind zu viele kurze Begebenheiten eingefallen, deswegen ist jetzt wohl eine allgemeinere Betrachtung daraus geworden.

NaPoWriMo 12: An Flüssen

Am Ufer angekommen, beginnt der Weg. Das Blätterdickicht ist gekürzt worden, der Blättertunnel ist aufgebrochen. Büsche haben sich in den Wind geschlagen, sodass eine Wand voller gemalter Rosen am Weg liegt. Hinter der dritten Kurve wartet eine Umleitung. Man kann sie ignorieren und den alten Weg nehmen, aufgerissen wie er ist, Schotter wie steiniger Schorf an der Oberfläche. Es erfordert Konzentration nicht umzukippen, der Blick, den man nur kurz vom Boden nehmen kann, erkennt die Umgebung nicht wieder. Ist es noch der richtige Weg? Aber dann beginnt der feste Boden erneut und es ist alles beim Alten. Die Risse im Asphalt, die Flicken, die Hügel, wo Wurzeln unter dem Weg wachsen und Wiesen daneben. Die kleinen schwarzen Fliegen sind noch die gleichen wie immer, sie zeigen den Frühling so sicher an, wie der unscheinbare Duft nach Blüten, der manchmal mit dem Wind kommt und das frisch gemähte Gras, dass sich grün und schwer auf die Nase legt. Auch der Fluss ist breit ungerührt breit und schwankt im Abendlicht zwischen lichtlos grün und flaschenbraun. So ist alles noch da und es ist ein Fallenlassen in die Geradlinigkeit einer Strecke ohne Ampeln und Kreuzungen – nichts, was den fluss der Gedanken hindern könnte, nichts was die Gleichmäßigkeit der Beine stört.

Veränderung beginnt
zwischen Heimat und Fremde
Der Weg führt weiter.

 

Ich bin von der Uni aus nicht in Richtung meiner Wohnung gefahren, sondern in Richtung meiner Familie und wenn ich auch den Weg nicht bis zum Ende gefahren bin, so war es doch ein wenig wie ein Heimkommen. Als Form habe ich mich an Maureen’s heutige Ideengebung gehalten, die ich im Rahmen von NaPoWriMo schon öfter ausprobiert habe: Den Haibun.

After university, I didn’t take the usal path back to my shared flat, but the old way in the direction of where my family lives. Even if I did not follow the path all the way there, it was still a sort of home-coming. The form I used to express this is called a Haibun ( I am following NaPoWriMo.nets prompt for April 12).

 

NaPoWriMo 11: Aus dem Schaukelstuhl

Vor und Zurück

Sie kennt das Knarzen
Es ähnelt dem Holzboden,
bemerkt jeden Schritt
und antwortet
So sind alte Körper nun mal.

Vor und Zurück.

Sie blättert durch die Erinnerungen
wieder ein neuer Frühling
wie sich aus knisternd Totem neues Grün erhebt
wieder ein neuer Herbst
wie die Farben fallen

Vor und Zurück

Rituale im Großen und im Kleinen
im Lauf der Jahre perfektioniert
Morgens zwei Tassen: Kaba und Earl Grey
Abends zwei Löffel, ein Kuss und Drehen
vor dem Schlaf

Vor und Zurück

In schlafloser Dämmerung
fragt sie sich: War es richtig?
So viele ungegangene Wege
So viele verlorene Pläne
Er nimmt sie in den Arm und nickt.

Vor und Zurück

Dann und wann verfällt sie in Rastlosigkeit
schimmert das Arbeitstier durch,
das sie eigentlich mühsam gebändigt hat,
Abends sitzt sie im Schaukelstuhl
und blickt mit einem Lächeln zurück.

Vor und Zurück

 

Der Schreibvorschlag für heute war es, ein Gedicht aus Sicht der Zukunft zu schreiben. Es ist vermutlich anmaßend, so weit in die Zukunft zu greifen, aber ich musste an mein Gedicht vom dritten April denken, an die ungeschriebenen Gedichte. Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses hier so bald schreibe.

Today’s prompt was to write a poem that adresses the future. It is probably illusionary to try and look that far into the future. I had the urge to write one of my unwritten poems (from April 3), even though I hadn’t thought I’d write this one for a long time. I guess it depicts a hope for the future.