NaPoWriMo 28: Postcard to Someone

I saw you on campus. You were sitting there by that small lake, doing nothing but looking up into the sun. And everyone around you was bowed over their screens, squinting to see irrelevant words, belittled by the sun. Or they were walking, heading somewhere out of the sun, needing to reach someplace different. I could see your lips moving, singing a song I couldn’t hear, and you looked so happy, sitting there in the sun. I stood in the shadows, wanting to tell you how beautiful you are, shining inside out like the sun. And just as I am preparing to step into the sunlight, stepping up to you, unbiting my lips to speak to you, you get up. You brush a strand of hair behind your left ear, and bounce away through the sunny afternoon. I stay behind.

sun

Today’s prompt at NaPoWriMo.net was to write a prose poem, suggesting to write a post-card type poem.

Heute gab es als Inspiration die Aufforderung ein Prosagedicht in Form einer Postkarte zu schreiben.

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NaPoWriMo 19: Between sun and shade

Time of moving
the sun,
the shade
Basking felines squinting
to read this almost forgotten brightness
As warmth increases
starts to move
the shade
darker water ripples
a thousand possibilities
reflected under the shadow
Smell the Earth
Flying like a dance
all around
Enjoy watching, passing by,
soak in the moment

Erasure Poem with Cross-Outs


Today’s optional prompt at NaPoWriMo.net
was to first write a paragraph, for example about a scene outside our window, and then to go through that paragraph, erasing words to make a poem. I wrote about an hour I spent at the small lake at university in between classes.

Als Arbeitsansatz haben wir heute den Vorschlag bekommen, zunächst einen Absatz über ein beliebiges Thema zu schreiben, und dann Wörter aus diesem Absatz zu entfernen um ein Gedicht zu basteln. Ich hab zuerst über eine Zwischenstunde am Unisee geschrieben und dann ist irgendetwas halb Magisches draus geworden, das zwischen Sonne und Schatten verschwimmt.

NaPoWriMo 8: summer blue

Breathe in the night air
and close your eyes.

Can you feel summer touching
your cheek, crushed grass
on a breeze that carries
the night’s warm embrace
of the day.

Can you hear the stars
singing midnight-blue
ravens carry their messages
back and forth
hidden by the light of streets
and cities below.

Can you smell nature reclaiming
her place, wind that feels like submersion
in a summernight river
carries the woods and the water
to my face.

Open your eyes wide and walk
through the night
breathing

 

Today Maureen’s optional prompt was to write a poem in which magical things occur. Walking home from the bus, I felt somewhat embraced by night in a way that you could call magical, and this is what this poem stems from.

Ein Gedicht mit Magie darin, so lautete das heutige Thema auf NaPoWriMo.net. Schon einige Male sind meine Gedichte in übernatürliche Sphären abgewandert, und heute war es die laue fast-schon-Sommernacht, die mich entführt hat.

NaPoWriMo 5: Message from Unknown

I stand tall
smile at the world and call:
My day’s today,
O, come what may –
I’m
here
now!

I bike on
sun in my back, spring dawn.
Mind full of joy
nought can destroy
it
for
me!

 

It might not look like it, but I actually followed Maureen’s prompt for April 5. She proposes to write a poem which reacts both to photography and to words in a language not your own. The image I am writing about is not strictly photography, but an image of a moment that has burned itself into my mind while I was biking to university. It stands for absolute joy and the beginning of spring. While I was biking, a song went around and around in my head, only I couldn’t remember the lyrics, so I sort of made up some and they turned into this poem. It’s called Message from Unknown, because I still don’t know anything about the song, except the melody in my head. Music is a foreign language to me, I listen, but I don’t understand.

Man merkt es vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber ich habe mich auch am 5. April wieder von Maureen inspirieren lassen. Sie schlug vor ein Gedicht zu schreiben, das auf Fotografie und Wörter in einer fremden Sprache Bezug nimmt. Meine Fotografie ist strenggenommen ein Bild, dass sich mir eingebrannt hat, als ich zur Uni geradelt bin und meine fremde Sprache ist die Musik. Ich versuche ihr mächtig zu werden, aber ich verstehe sie nicht, sondern genieße nur. Auf dem Weg zur Uni, als ich so beständig dieses Gefühl, dieses Bild vor Augen hatte, hatte ich auch einen Ohrwurm, aber nur eine Melodie. Der zugehörige Text fehlt mir noch immer und so ist das obige Gedicht eine Art Ersatztext geworden, der mir nun gemeinsam mit der Melodie im Kopf herumgeistert.

NaPoWriMo 2: Blaupause

blau machen
frei machen
Nachtwachen
rein lachen
ausmachen
Glückssachen
einmachen
– blau machen!

 

Endlich Sonne, und der blaue Himmel hat uns verführt es draußen auszukosten, bis es zu kalt wurde. Was für ein Glück, endlich blau zu machen und nichts zu tun.

Finally: sun and blue skies. And what joy to be able to enjoy it outside with nothing to do!

Tugenden

Man fängt mit großen Plänen an
und scheitert wiederholt daran
Die größten Träume? Unerreichbar?!
Wann werden schon mal Wünsche wahr?
Der größte Berg und man steht unten
besteigen oder sogar nur umrunden
erscheint beinahe aussichtslos
bis man erkennt es sind auch bloß
Die kleinsten Schritte bis nach droben,
zwar viele, doch nicht unbegrenzt nach oben
Mit Durchhaltevermögen und Pflichtgefühl
etwas Hingabe hilft auch viel
ist man dem Gipfel bald schon näher
und manchmal später, manchmal eher
ist das Ziel nicht mehr weit voraus
man erreicht es und sieht vom Gipfel aus
die Sonne aufgehen.

 

Ich belege gerade ein Seminar zur Informationsphilosphie – eigentlich geht es aber um Ethik. Es gibt so viel zu bedenken, um ethisch handeln zu können, aber irgendwie hat doch wieder meine optimistische Seite die Oberhand bekommen. Wenn man es nicht versucht, dann kann man nur scheitern.

I am currently attending a seminar, where we talk about ethics for software engineers. There is so much you have to think about when trying to act ethically. In the end, the optimist in me contributed to this poem though. If you don’t try, you can’t succeed.

Schwebe

schwerelos
kleine Blätter treiben über den Himmel
flaschenunergründlich leichtet die Dämmerung daraus
rosa-orange wie nur sie es kann
still
nur Abendläuten vom anderen Ufer
der Tag löst sich in winzige Wellen auf
selbst das Hintergrundrauschen verstummt
zauberhaft
zarte silberne Fische huschen unter der Oberfläche dahin
meine Hände schweben im Dämmerlicht dazwischen
die Zeit steht still, dem wohnt ein Zauber inne
gedämpft
warme Luft perlt an mir ab und hüllt mich ein
steigt um mich herum vom Boden auf
und lässt den Traum nur langsam los
lebendig

swimming

 

Heute war ich relativ spontan im Fluss schwimmen, allein. Ich bin weiter als zuvor geschwommen mit dem Abendläuten wieder am Strand angekommen und habe ausgeharrt, bis die Glocken ausgeklungen waren, bevor ich nochmal ein Stück flussaufwärts geschwommen bin. Es war wunderschön! Danach war ich irgendwie in einer anderen Welt und wäre einmal fast in einen Laternenpfahl gefahren mit dem Fahrrad auf dem Rückweg.
Noch eine Anmerkung: Ein Teil des 12. Verses ist aus Hesses „Stufen“, auch wenn dessen Inhalt meinem fast entgegengesetzt ist.

Actually I had had other plans, but then I decided spontaneously to go swimming in the river and had a magical time. I felt like I was the only person, even though there were many others at the beach. I swam upstream as far as never before, then arrived back at the beach just in time for the evening bells. I stood still until they stopped ringing, then swam some more before biking home with my head in the clouds – another world entirely.