Mornings on the path

My eyes cloud over
as my feet push pedals on
My hands grip handles
as I move swiftly through the dawn

In – out goes my breath
as the wind blows back my hair
Up – down go my legs
through the crisp morning air

There’s a rhythm to it
circling regularity
And it catches in my thoughts
as I bike through the trees


Tomorrow, it’s back to university routine for me and also back to regular morning bike rides there. This poem was written when I was still in school and biked there through trees and along a river. Now my morning path crosses streets and bridges, but the rhythm is still there.

Morgen geht’s zurück in die Alltagsroutine und das bedeutet auch zurück zu morgendlich Fahrradfahrten zur Uni. Dieses Gedicht habe ich schon vor längerer Zeit geschrieben, als ich noch mit dem Rad zur Schule gefahren bin, zwischen Bäumen hindurch an einem Fluss entlang. Jetzt führt mein morgendlicher Weg mich an Straßen entlang, über Kreuzungen, Ampeln und Brücken, aber der Rhythmus ist geblieben.

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Fokussuche

Eine Idee
macht den Anfang
bringt den Stein ins Rollen
die Möglichkeiten sind sooo groß
und jede von ihnen öffnet die Tür für drei neue
Entscheidungen bringen Klarheit, doch auch Himmel sind klar
Wir drehen uns, tasten in alle Richtungen, im Nebel auf der Suche nach Fokus
Eine Richtung bedeutet nur noch zwei offene Dimensionen
Richtungsänderungen erwarten uns am Wegrand
Nach und nach findet sich die Ebene
die Linie, der Weg erscheint,
dann aus dem Nebel:
das Ziel

Momentan habe ich einige verschiedene Situationen in meinem Leben, auf die bezogen ich mitten in diesem Prozess stecke: Auf der Suche nach dem Punkt, dem richtigen Weg, der richtigen Entscheidung – Fokus.

Currently I have several situations in my life where I have to find focus: the right way, that one point where I want to get, the right decision or aim…

Sie wartet

Sie wartet auf die Ewigkeit
ein kleines Stück, von Zeit zu Zeit
durchwachte Nächte, durchwachte Tage
schlaflos halten sie sich die Waage
Denn wer schläft, verpasst die Ewigkeit
verpasst das Licht mit Augen weit
Die Jahre verblasen sich im Wind
nur noch verblasste Erinnerungen, wie es war als Kind
Zusammen lachen, damals war sie nicht allein
nur wartet sie nur noch es nicht mehr zu sein
Damals war sie eine von vielen
Dann viel alleine, während Blätter fielen,
dann Schneeflocken, dann Pollen
Sie weiß nicht, wie lang schon die vollen
Monde sich runden, dann wieder verschwinden
im Kreis sich drehen ohne Ruhe zu finden
wie sie.    Stillstand mit nur einem Ziel
der Ewigkeit.

 

Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam, aber an dieser Stelle danke an meinen Schreibpartner fürs mitmachen.

I’m not quite sure, what was the inspiration for this… Maybe the mood…

Tugenden

Man fängt mit großen Plänen an
und scheitert wiederholt daran
Die größten Träume? Unerreichbar?!
Wann werden schon mal Wünsche wahr?
Der größte Berg und man steht unten
besteigen oder sogar nur umrunden
erscheint beinahe aussichtslos
bis man erkennt es sind auch bloß
Die kleinsten Schritte bis nach droben,
zwar viele, doch nicht unbegrenzt nach oben
Mit Durchhaltevermögen und Pflichtgefühl
etwas Hingabe hilft auch viel
ist man dem Gipfel bald schon näher
und manchmal später, manchmal eher
ist das Ziel nicht mehr weit voraus
man erreicht es und sieht vom Gipfel aus
die Sonne aufgehen.

 

Ich belege gerade ein Seminar zur Informationsphilosphie – eigentlich geht es aber um Ethik. Es gibt so viel zu bedenken, um ethisch handeln zu können, aber irgendwie hat doch wieder meine optimistische Seite die Oberhand bekommen. Wenn man es nicht versucht, dann kann man nur scheitern.

I am currently attending a seminar, where we talk about ethics for software engineers. There is so much you have to think about when trying to act ethically. In the end, the optimist in me contributed to this poem though. If you don’t try, you can’t succeed.

Fernweh

Fernweh
– es wirkt so leicht
                    so unüberlegt
                              so frei
ich weiß, es war oft anstrengend
   verplante Wochen bis zum Schluss
      und ich hing immer an daheim
Und trotzdem: Fernweh
Wann war ich zuletzt so braun gebrannt?
                                            so sonnendurchtränkt?
                                                      so windzerblasen?
Träume und Erinnerungen bleiben Träume.
Unvorstellbar:
Jetzt alleine los zu ziehen…
Und doch: In diesem Moment
würde ich die Zeit zurückdrehen.

 

 

Lang, lang ists her. Sowohl die Reise, auf die dieses Gedicht Bezug nimmt, als auch das letzte Mal, dass ich regelmäßig Gedichte veröffentlicht habe. Irgendwie scheint es bei diesem Blog eine Sommerpause zu geben, doch jetzt ist es Herbst geworden. Ich werde mich bemühen, ab jetzt wieder etwas regelmäßiger zu schreiben.

What a long time ago. It seems to have been ages ago: both the travels which I reminisce about in this poem, and the last time I’ve regularly updated this blog. I seem to have taken a sort of summer-vacation from poetry, but now it’s definitely autumn. I’ll try for a bit more routine in the next few weeks.

Sommertage

Zeit fließt flirrend über warme Straßen
schwingt sich um die Laternenpfähle empor
tanzt zwischen den Blättern der Bäume und Kräuter auf dem Balkon
gleitet über das Wasser der Donau, kräuselt die Oberfläche – ganz leicht –
es muss die Zeit sein, denn der Wind steht still
Und schon wieder ist einer dieser frühen Sommertage – vorbei
Nichts geschafft und doch alles
genossen, die Zeit winkt von hinter der nächsten Ecke
und wir
lassen uns treiben.

 

Eigentlich gibt es gerade Feiertage en masse, wir haben noch nicht wirklich viel zu Lernen oder tun, meine Referate liegen hinter mir, aber trotzdem scheinen die Tage sich die Klinke in die Hand zu geben. Noch dazu ist es Sommer geworden, die ersten Mutigen schwimmen schon im Fluss. Irgendwie sind die Verse dieses Gedichtes ein wenig so wie die Tage geworden, unerwartet, langsam, aber trotzdem irgendwie schnell vorbei.

One should think enough time is presently there, what with all the holidays we’re enjoying, but actually the days just seem to fly by at the moment. And summer is here, it’s so warm the first brave ones are already swimming in the river.

Türen

Türen über Türen
Wege gehen gerade
gabeln sich, kreuzen sich
Wir gehen so vor uns hin
nichts als den eigenen Weg im Sinn
Spüren wir sachte den Luftzug –
spüren wir die Tür?
Neue Wege öffnen sich
und wir wagen den Weg
gehen hindurch?
oder warten wachsam
auf die nächste Tür?

Nach einer Woche Schreibpause mal wieder ein kleines Gedicht. Ich habe ein wenig mit Alliteration herumgespielt und meine Balkontür stand offen.

After my one-week-writing-break after NaPoWriMo, a short poem in which I played around with alliteration a bit. And just in case you’re wondering: the door to the balcony was open.